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Wer
sich heute mit unseren zur Neige gehenden Ressourcen und dem Thema
Klima beschäftigt, kommt nicht umhin, über Alternativen
zu unserem bisherigen Verhalten nachzudenken. „Peak Oil“ oder
das globale Öl-Produktionsmaximum unserer Ölressourcen
ist seit 2005 überschritten. Erst kürzlich äußerte
sich der Saudi-arabische Ölminister Ali al-Nuaimi, dass Öl
sicher nicht mehr unter 60 bis 70 US Dollar fallen wird. Zur Erinnerung, Öl
stand vor genau 10 Jahren bei 11 Dollar, derzeit steht das Barrel
(159 Liter) bei 104 Dollar.
Eine der bemerkenswertesten Entwicklungen der letzten Jahre ist die Solarenergie.
Das Cabildo Insular hat Anfang letzten Jahres beschlossen, die Energieversorgung
der Insel bis zum Jahr 2013 vollständig auf 100% erneuerbare Energien umzustellen
und das Konzept dafür zu erarbeiten. Die Insel setzt besonders auf Solar-und
Windenergie, auf Wasserkraft und begleitend auf geothermische Energieerzeugung
aus Biomasse. Damit verfolgt La Palma ein sehr ehrgeiziges Projekt.
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Einen
Anfang macht der Solarpark La Punta. Der erste Bauabschnitt begann
im April 2008 mit 1,8 MW und soll bis zur Fertigstellung 2,4 MW
erzeugen. Das ist etwa die doppelte Leistung dessen, was die gesamte
Gemeinde Tijarafe derzeit an Energie benötigt. Das von der
Grupo Solantis ( Los Llanos ) geplante und ausgeführte Projekt
ist aber erst der Anfang einer sich immer mehr durchsetzenden Entwicklung.
Höchste Zeit also, dass Projekte wie „La Punta“ oder das „100
Dächer-Programm“, die Installation von Solarmodulen auf öffentlichen
Gebäuden, so schnell wie möglich realisiert werden. Wir können
es uns kaum leisten, nicht in erneuerbare Energien zu investieren. Umso erfreulicher,
dass mit dem Solarpark La Punta ein sehr innovatives Projekt Realität
wird. Mehr als 13.000 Solarmodule, die computergesteuert dem Sonnenverlauf
folgen, und damit 35% mehr Energie erzeugen als die feststehenden Paneele,
werden wegweisend für den Erhalt unserer schönen Insel sein. Das
Ayuntamiento Tijarafe führte vor Baubeginn eine Informationsveranstaltung
für die Bürger durch und eröffnete anschließend ein Informationscenter,
in dem jeder sich vor Ort mit dem Thema vertraut machen kann. Je schneller
wir das Umdenken, weg von endlichen Ressourcen vollziehen, umso besser. Ich
denke, das sind wir der Welt und unseren Kindern schuldig.
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