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Katzen auf La Palma (02/09)  
   
 

In Deutschland sind sie die beliebtesten Haustiere: die Katzen. Geschätzte 8 Millionen gibt es davon in deutschen Haushalten, viele reine Wohnungskatzen und viele als sogenannte Freigänger in der Nachbarschaft umherstreifend. Wer aber hier auf La Palma lebt oder Urlaub macht, dem begegnen sehr viele frei herumlaufende Katzen und.. Kätzchen, blutjung, winzig, mager und oft auch kränklich. Eine Erscheinung die so manches Menschenherz erweicht. Was liegt da näher, als die armen Geschöpfe wenigstens für die Zeit des Aufenthaltes auf La Palma mit Futter zu versorgen? Sei es, wenn diese sich wieder mal ums Ferienhaus herum schleichen und am Morgen mautzend vor der Türe sitzen oder so ein kleines Häufchen von Katze mit grossen Augen unter dem Tisch in einem der romantischen Strandlokale nach Futter bettelt. Da fällt es schon schwer, nein zu sagen. Und doch.. hier auf dieser schönen Insel ist die Population der wilden Katzen ein echtes Problem. Ihre Vermehrung verläuft weitestgehend unkontrolliert und Katzen sind ja bereits nach 6-9 Monaten geschlechtsreif und können dann ohne Probleme bis zu 6 Junge werfen, die schon bald ihrerseits um die Häuser ziehen. Nicht selten hört man dann ein elendiges Katzengeschrei aus einem Müllcontainer, wohin so mancher Zeitgenosse seine unerwünschten Katzenzuwachs entsorgt. Schrecklich! Was also tun?


 
   

Jeder, der die Möglichkeit hat, sollte junge Katzen kastrieren lassen. Wer das nicht selbst bezahlen kann, sollte sich mit dem Anliegen an den hiesigen Tierschutz wenden. Wenn Sie in einem Strandlokal zu Gast sind, bitte füttern Sie die Tiere nicht am Tisch, denn Sie wissen nicht, wie Ihre Tischnachfolger auf die Katzen reagieren. Die Tiere unterscheiden da nicht! Außerdem geben die Lokalbesitzer den Tieren oft die Küchenreste. Wer als Gast die Tiere am Tisch füttert sorgt nur dafür, dass noch mehr Katzen kommen und irgendwann wieder drastische Massnahmen ergriffen werden. Das gleiche gilt für das Füttern am Ferienhaus. Die Tiere werden geradezu dazu erzogen, immer wieder an dieser Futterstelle zu erscheinen, das könnte nachfolgenden Gästen unangenehm sein. Generell wäre es also die beste Hilfe für die Tiere, Jungtiere kastrieren zu lassen. Es ist der einzig sinnvolle Weg, um auf mittlere Sicht Tierleid zu vermeiden.