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Porträt (Ausgabe 02/11)  
   
 

High Heels und Vulkangestein

Wohl niemand würde auf die Idee kommen, seine Wanderungen über die Insel La Palma in derartigen Schuhen zu unternehmen und doch ist gerade einer der weltweit bekanntesten Schuhdesigner ein Sohn der Isla Bonita. Die Rede ist von Manolo Blahnik, der am 28. November 1942 in Santa Cruz de la Palma geboren wurde.

Er und seine jüngere Schwester Evangelina wurden auf der Bananenplantage der Eltern privat unterrichtet. Die Hoffnung der Eltern, sein Vater ist Tscheche und die Mutter Spanierin, dass aus ihrem Sohn Manolo einmal ein Diplomat würde, erfüllte sich nicht. Schon nach dem ersten Semester des Jura- und Politikstudiums in Genf wechselte er in die Fächer Literatur und Architektur.
1965 führte ihn sein Weg nach Paris, um sich dem Kunststudium an der „L´ Ecole des Beaux Arts“ und L´ Ecole du Louvre“ zu widmen.

Von nun an führte ihn sein Weg unaufhaltsam in die Welt der Mode.
Nach wenigen Jahren in Paris zog er nach London, wo er für die Italienische Vogue – eine klassische Modezeitschrift für Frauen – arbeitete. Die Vogue gibt es bereits seit 1892 und sie hat sich aus den USA kommend eigenständig in vielen Ländern der Welt etabliert.

In seinen Zeichnungen und Entwürfen befasste sich Manolo Blahnik vorwiegend mit der Mode. Besonders die Schuhe erregten das Interesse der damaligen Chefredakteurin der Amerikanischen Vogue, Diana Vreeland in New York. Sie soll ihn ermuntert haben, sich mit Schuhdesign zu versuchen

Die erste Kollektion kreierte er 1972 für die Londoner Boutique Zapata. Mit seinen außergewöhnlichen, kunstvollen Modellen, die immer extravagant waren, schaffte es Manolo Blahnik 1974 als erster Mann auf das Cover der britischen Vogue

Mit dem Erwerb des Zapata hatte er seinen ersten Shop, dem einige Jahre danach das erste Geschäft in Amerika folgte.
Designer aus aller Welt ließen sich seit dem Kollektionen entwerfen, Der Siegeszug war nicht mehr aufzuhalten und führte auch bis nach Asien.
Mit den Schuhen des Manolo Blahnik verbindet sich untrennbar die Vorstellung von Luxus und Extravaganz. Die 10 bis 12 Zentimeter hohen Absätze der High Heels sind sein Markenzeichen. Die Kunst, sie so zu gestalten, dass man dennoch darin gehen kann, versteht er vortrefflich.
Für die meisten Frauen dieser Welt dürften die „Manolo Blahniks“ unerschwinglich sein.

Für sein Werk wurde Manolo Blahnik neben anderen Auszeichnungen 2001 mit der Ehrendoktorwürde des College of Arts London geehrt.
Juan Carlos I. König von Spanien zeichnete ihn 2002 mit der „Medalla de Oro en Merito en las Bellas Artes aus.

Gegenwärtig lebt Manolo Blahnik in Mailand und London. Aber wer weiß, vielleicht zieht es ihn irgendwann wieder nach La Palma.







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