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Wo
Historie auf moderne trifft (Ausgabe
01/09) |
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Wer
mehr über Las Palmas Urgeschichte und seine ursprünglichen
Bewohner erfahren möchte ist eingeladen, sich das wohl gelungenste
und zugleich modernste Bauwerk der Insel im Herzen von Los Llanos
zu besuchen: das Museo arqueológico. Der Rundbau empfängt
den Besucher mit einer architektonisch schön strukturierten
Eingangshalle, in der man unweigerlich den Blick nach oben richtet.
Tatsächlich befindet sich die eigentliche Ausstellung in der
ersten Etage und wählt man den Rund(auf)gang, so begegnet
man als erstes einer typischen Wohnhöhle der palmerischen
Ureinwohner. Eine Infotafel informiert über die verschiedenen
Lebensbereiche in einer solchen Höhle. Neben der „Küche“ erkennen
wir eine Schlafkoje und direkt nebenan befindet sich eine Nebenhöhle:
es ist die Ruhestätte der Vorfahren. Schnell fällt der
Blick des Besuchers auf einen kleinen Bildschirm, auf dem eine
ganz besonders hübsch gemachter Animationskurzfilm läuft:
in Aquarelloptik sieht der Betrachter hier Szenen des Bestattungsritus
der Guanchen. Ein
kleines, aber besonders schön gelungenes Detail der Ausstellung.
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Große Glasvitrinen informieren den Besucher über die
verschiedenen Phasen palmerischer Keramik und der Verwendung der
unterschiedlichen Naturmaterialen für den Alltag der Ureinwohner.
Viel eher aber zieht es den Besucher zu dem kleinen Steinhüttenensemble,
das inmitten des Raumes nachgebaut wurde. Hier wirft man einen
Blick in die gute Stube der Ureinwohner inclusive Ziegenstall und
Vorratshütte. Eigentlich, alles was der Mensch so braucht.
Eine große Wandinstallation zeigt, wo auf der Insel sich
die Ansiedlungen der Ureinwohner befanden. Dabei sind es teilweise
eher Höhlenbehausungen oder aber Steinhüttensiedlungen.
Eine Timeline am Boden führt uns von der Urzeit bis in die
Gegenwart und eine Videoeinspielung macht uns erneut bewusst, dass
wir mitten auf Vulkanen leben, deren letzter gewaltiger Ausbruch
ja auch gar noch nicht so lange her ist.
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Eine
Reihe von Steinquadern lädt den Besucher ein, sich einen Moment
zu setzen und zu verweilen. Sein Blick wird auf eine weitere Wandinstallation
gerichtet, welche über die unterschiedlichen Klimazonen der
Insel und deren Tier- und Pflanzenwelt informiert. Zudem gibt es
einiges über die Haltung von Ziegen und über inseltypische
Produkte zu erfahren. Insgesamt eine informative, gut überschaubare
und den Besucher nicht überfrachtende Schau. Schade nur, dass
es kein begleitendes schriftliches Material zur Ausstellung gibt.
Das wäre für viele Besucher sicher eine sinnvolle Ergänzung.
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