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Tauchgang
vor La Palma (01/08) |
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Wer
auf die Kanaren fliegt, will baden gehen. Wer sich für La
Palma entscheidet, merkt bald, dass der Atlantik überall schnell
tief wird. Was über Wasser durch steile Barrancos und hohe
Berge beeindruckt, geht unter Wasser weiter und ist mit Flossen,
Tauchermaske und Schnorchel allenfalls zu erahnen. Warum also nicht
richtig tauchen lernen?
Sicher, wir sind für das Leben unter Wasser im Grunde nicht geeignet. Wir
brauchen Luft, festen Boden unter den Füßen und eine Orientierung
im Raum. Doch die Schwerkraft zu überwinden, in einem für uns lebensfeindlichen
Element mit Hilfe einfacher Technik für ungefähr eine Stunde Gast sein
zu dürfen, ist ein Menschheitstraum und gerade mitten im Atlantik an Faszination
kaum zu übertreffen.
Wer Schwimmen kann, gesunde Ohren hat und über eine durchschnittliche körperliche
Konstitution verfügt, der sollte Gerätetauchen ausprobieren. Ohne Leistungsdruck,
ganz langsam, denn Tauchen ist kein Wettbewerb. Viele schnelle Bewegungen und
Stress brauchen auch viel Luft und verkürzen das
Vergnügen – also ist Ruhe angesagt.
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Dem
Anfänger sei ein Probetauchgang angeraten, z.B. in einer PADI-Tauchschule
das „Discover-Scuba-Diving“. Der Tauchlehrer gibt eine
ausführliche Einweisung, von einem Video unterstützt.
Die Ausrüstung wird gemeinsam vorbereitet und das Tauchgebiet
sowie das Verhalten unter Wasser erklärt – dann geht
es los.
Die Ausrüstung wiegt schon einiges, Flasche, Jackett zum tarieren der Tauchtiefe,
Bleigurt zum Ausgleich des Auftriebs vor allem des Anzugs, Atemregler, Flossen,
Maske etc. – da kommen schon 20 Kg zusammen. Selbst im Winter ist jedem
Taucher warm, der das Wasser erreicht hat.
Das eigene Körpergewicht wie das der Ausrüstung ist verflogen, sobald
man im Wasser ist. Und darum geht es: Schwerelos wie ein Astronaut darf man sein,
am Jackett lässt sich der Auftrieb im Zusammenspiel mit der Atmung so genau
regulieren, das man frei in der gewählten Tiefe schwebt. Kaum ein Flossenschlag
ist nötig, um dem vielfältigen Leben unter Wasser zu folgen. Selbst
in Tiefen bis zu 10 Metern.
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Fischschwärme
begleiten die Taucher, einzelne Exemplare suchen die Felsen ab
oder verbergen sich in Höhlen und Nischen. Was man bisher
nur aus dem Fernsehen kannte, ist unmittelbare Gegenwart, dazu
noch in der grandiosen Felslandschaft erstarrter Lavaströme.
Auch Anfänger können zwischen 30 und 45 Minuten unter
Wasser sein, bis der Füllstand der Flasche zur Rückkehr
zwingt.
Sicher, das tiefe Blau, der erforderliche Druckausgleich, die fehlende Schwerkraft
und die – wie eingangs erwähnt – eigentlich für den Menschen
ungeeignete Umgebung sind Herausforderungen – aber man ist nie alleine.
Mit Hilfe einfacher Zeichensprache der Taucher kann jeder jederzeit den Tauchgang
beenden – doch, aus diesem Film taucht man nur ungern wieder auf. (hcr)
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