HOME · ARCHIV · MEDIADATEN · AGB / IMPRESSUM · ANZEIGENSERVICE / KONTAKT · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·
 
 
Wie entstehen eigentlich Wellen? (Ausgabe 02/10)  
   
 

Für jeden Menschen, der an einen Strand kommt, gibt es immer wieder ein unvergessliches und scheinbar niemals enden wollendes Spiel der Natur zu erleben. Das ist das ewige Spiel der Wellen, die einmal als sanfte Dünung und dann wieder ein anderes Mal mit Ohren betäubendem Getöse an das Ufer treffen.
Kaum einer wird sich darüber Gedanken machen, was da eigentlich so vor sich geht, wenn aus Wasser, Land und Wind diese Wellen entstehen, ohne die das Meer eben nicht denkbar wäre.
Der eigentliche Vorgang ist physikalisch auch nur anhand eines gedachten Modells vorstellbar. Hier soll der Versuch unternommen werden, dieses Phänomen zu erklären.
Für eine mechanische Welle – und eine Wasserwelle ist eine mechanische Welle, bedarf es eines Mediums. Das ist das Wasser. Dieses Wasser trägt die Welle und in diesem pflanzt sie sich fort. Was wir sehen, sind immer nur die Berge und Täler dieses Mediums.
Aber wie kommt es dazu?

Stellen wir uns das Meer als ein weites Kornfeld vor und die miteinander ja verbundenen Teilchen als die Halme dieses Kornfeldes, über die der Wind streicht. Der Wind ergreift die die oberen Teile der Halme und beugt die elastisch schwingenden Halme. Dabei führt jeder Halm für sich gesehen die gleiche Schwingungsbewegung vollständig aus. Die Halme in Windrichtung gesehen nebeneinander haben den gleichen Schwingungszustand und die hintereinander sind zeitlich in unterschiedlichen Phasen der Schwingung.
Je nach der Stärke des Windes ist die Schwingung stärker oder schwächer. Was man sieht, ist dann eine scheinbar sich durch das Kornfeld bewegende Welle, obwohl jeder Halm an seinem Platz verblieben ist. >>
Grundsätzlich verhält sich das Wasser mit seinen beweglichen Molekülen ebenso. Die Wellenberge des Wassers bewegen sich scheinbar auf das Ufer zu, obwohl es im Wesentlichen nur ein Auf und Ab ist.
Einen sehr geringen Teil des Wassers treibt der Wind auch wirklich vor sich her an den Strand. Die Energie der Welle wird bei steilem Ufer reflektiert und bei flachem Strand allmählich aufgezehrt. Reflektierte Wellen können sich mit den ankommenden in unterschiedlicher Weise überlagern und dabei verstärken oder aber auch sogar aufheben. Das zurückfließende Wasser, das nicht im Strand versickert, strömt am Grund zurück in das Meer und erzeugt je nach der Menge, die an das Ufer gedrückt wurde, die so schön anrollenden Wellen.
Gewiss ist das ganze Wesen der Wellen viel komplexer und kann in dieser kleinen Abhandlung nicht umfassend erläutert werden, weckt aber vielleicht die Neugier. Am Strand in der Sonne zu liegen muss nicht langweilig sein.